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Die Dorferneuerung |
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Das ehemalige Gasthaus "Zur Krone" nach Abschluss der Sanierungsarbeiten. |
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Private Projekte im Rahmen der Dorferneuerung |
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Anwesen Lenk (An der alten Schule 1) Das ortsbildprägende Gebäude der ehemaligen Gastwirtschaft "Zur Krone" an der Ober-Mooser Straße war bereits vor der Dorferneuerung eines der am besten erhaltenen Fachwerkhäuser in Bermuthshain. Mit Hilfe der Förderung durch das Dorferneuerungsprogramm erfolgte im August 2004 ein vollständiger Neuanstrich des Fachwerks und die Anbringung einer Holzverschalung am rückwärtigen Giebel. Außerdem wurde das gesamte riesige Dach des großen Gasthauses mit roten Tonziegeln neu eingedeckt. Im Jahr 2005 erhielt auch der frühere Wirtschaftsteil, welcher der älteste Teil des Ensembles ist, ein neues Dach. |
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Anwesen Luft (Hochstättenweg 3) Die ehemalige Scheune des Hofes, ein Fachwerkbau aus dem Jahr 1935, wird als Teil des Sportartikelgeschäftes ("Ski Luft") genutzt und erhielt im Sommer 2003 eine blaue Holzverschalung. 2006/2007 wurde auch am benachbarten Wohnhaus eine Holzverschalung angebracht. Für die Planung zeichnete das Büro Kind & Rausch verantwortlich. |
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Anwesen Oechler (Grundweg 8) Das Dach des Hauses (modernes Wohngebäude anstelle der früheren "Hohlmühle") wurde im Jahr 2004 neu gedeckt. |
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Die alte Scheune von "Götzjes" vor Beginn... |
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...und die Übernachtungsscheune "Zur Wilden Frau" nach Abschluss der Sanierung. |
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Übernachtungsscheune "Zur Wilden Frau" Der Umbau der leerstehenden Hofreite "Schloarschmidts" zur Kulturscheune "Zum Wilden Mann" durch den ortsansässigen Gastronomiebetrieb Däsch ("Deutsches Haus") war bereits im Gang, als Bermuthshain in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde. Daher war dieser Gebäudekomplex auch nicht Bestandteil der Förderungsmaßnahmen. Die Teilfinanzierung erfolgte vielmehr durch das LEADER Programm der Europäischen Union zur Entwicklung ländlicher Räume. Anders hingegen war die Situation, als wenige Jahre später eine Umnutzung der schon seit Jahrzehnten leerstehenden alten Scheune durchgeführt wurde, die zur Hofreite "Götzjes" (Gasthaus "Zum Deutschen Haus") gehört. Dieses Projekt, das in passender Analogie zum benachbarten "Wilden Mann" die Bezeichnung "Wilde Frau" erhielt, sah den Umbau der alten Scheune zu einer einfach eingerichteten Übernachtungsmöglichkeit für Radfahrer- und Wandergruppen vor. Die dazu nötigen umfassenden Sanierungs- und Bauarbeiten begannen im Juni 2005 nach Entwürfen des Architekten Michael Ruhl, Herbstein, der auch schon die benachbarte Kulturscheune "Zum Wilden Mann" geplant hatte. Nach der Freilegung des Fachwerks und der Entkernung des Gebäudes wurde die Bauinschrift über der Scheunentoreinfahrt entdeckt. Dabei stellte sich heraus, dass die Scheune im Jahr 1754 erbaut wurde und damit das älteste bis dahin eindeutig datierte Gebäude in ganz Bermuthshain war. Dieser "Rekord" ging freilich mit der Fachwerkfreilegung bei "Doktersch" drei Jahre später wieder "verloren". Das 2005 freigelegte Fachwerk ist wahrscheinlich schon früh im 19. Jahrhundert verschindelt und von keinem heute Lebenden vor 2005 jemals erblickt worden. Die sorgsam ausgemalte Bauinschrift "schmückt" jetzt wieder den Eingangsbereich der Übernachtungsscheune. In diesem Bereich liegt das Fachwerk auch weiterhin offen, während der Giebel wie beim "Wilden Mann" durch eine Kombination aus Schindeln und Wettbrettern verkleidet wurde. Die Vorbilder dieser Wandverkleidung finden sich historisch allerdings nicht im althessischen Teil des Vogelsberges, sondern in den angrenzenden östlichen Teilen Hessens. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde auch das Dach neu gedeckt und mit zwei Gauben versehen sowie der Parkplatz neben dem Gebäude erweitert, wozu es nötig war, das seit Jahresende 2004 nicht mehr benutzte Postgebäude abzureißen. Beim Innenausbau der Übernachtungsscheune "Zur Wilden Frau" wurde bewusst auf eine "übertriebene Scheunenromantik" verzichtet. Nachdem das Gebäude bereits während der Sommersaison geöffnet war, erfolgte die offizielle Einweihung am 19.8.2006. |
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Anwesen Nies/Oechler (Birkenweg 6) Das Dach des Hauses (Massivbau) wurde im Jahr 2005 neu gedeckt und die Fassade wärmegedämmt. |
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Einst ein Schweinestall: Das Bürogebäude "An der alten Schule 13". |
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Anwesen Zinn (An der alten Schule 16) Der leerstehende Schweinestall der Hofreite "Heckerts" wurde seit dem Frühjahr 2005 zu einem modernen Bürogebäude umgebaut, in welches die vorhandenen Außenmauern des Stalls zu großen Teilen integriert wurden. Planung und Bauleitung erfolgten durch das Architekturbüro Dagmar Zinn selbst, das seither dort auch seinen Sitz hat. Das Stallgebäude, eine Backsteinkonstruktion, stammte aus dem Jahr 1957. Obwohl es das sehr modern wirkende Äußere (mit rotem Außenputz) kaum erahnen lässt, kamen beim Umbau im Inneren auch alte handwerkliche Techniken (u. a. Lehmsteine) zur Anwendung. Die Fertigstellung erfolgte im Herbst 2007 und wurde mit einem Tag der offenen Tür begangen. |
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Anwesen Schöbella (Lichenröther Straße 4) Bei dem Wohnhaus aus dem Jahr 1964 wurde im Juli 2005 das Dachgeschoss neu ausgebaut und das Dach neu gedeckt. |
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Anwesen Weitzel (An den Dorfwiesen 7) Das seit Ende der 1970er Jahre leerstehende alte Wohnhaus der Hofreite "Hanse", ein rund 200 Jahre alter Fachwerkbau, wurde im August 2005 abgebrochen. 2006 wurde an gleicher Stelle eine Maschinen- und Fahrzeughalle errichtet, deren Baukörper in etwa dem des Altbaues entspricht. |
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Anwesen Zakrzewski (Fuldaer Straße 17) Das Dach des ehemaligen Bauernhauses (früherer Hausname "Ahlewirts") wurde im Juni/Juli 2006 neu gedeckt. |
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Anwesen Oechler (Hochstättenweg 5) Der ehemalige Schweinestall der Hofreite "Beckels" wurde im Spätsommer 2007 abgebrochen und durch eine Garage ersetzt, in welche das bisherige Fachwerk mit Dach integriert wurden. Dabei wurde auch altes Fachwerk durch neues ersetzt. |
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Anwesen Schlotthauer (Untergasse 1) Die alte Verschindelung am früheren Wirtschaftsteil wurde im September 2007 entfernt und durch Bretterverschalung ersetzt. |
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Anwesen Rahn (Am Rabenberg 10) Das Dach des Hauses (modernes Wohngebäude anstelle der früheren Fachwerk-Hofreite von 1939) wurde im August 2008 neu gedeckt. |
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Anwesen Köhler (Fuldaer Straße 21) Das Dach des unbewohnten alten Hauses aus dem 17. Jahrhundert wurde im September 2008 neu gedeckt. |
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Anwesen Lind im blaugrauen Schindelkleid 2004... |
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...und mit freigelegtem und rekonstruierten Fachwerk 2008. |
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Anwesen Lind (Birkenweg 2) Nur bei einem privaten Wohngebäude im ohnehin seit den 1960er Jahren zusehends modern überformten alten Ortskern erfolgte im Rahmen der Dorferneuerung eine Freilegung des Fachwerks und die annähernde Wiederherstellung des traditionellen Erscheinungsbildes. Bei zwei weiteren Anwesen (Dillemuth/"Brennerjes" und Herchenröder/"Merze") fand vergleichbares bereits Anfang der 1990er Jahre, lange vor der Aufnahme von Bermuthshain in das Dorferneuerungsprogramm, auf privater Basis statt. Dieses noch 2007 genehmigt Projekt beinhaltet jedoch nichts geringeres als Bermuthshains bedeutendes Fachwerkhaus, die in ihrer jetzigen Form 1731 entstandene Hofreite "Doktersch". Bis 1937 lag das durch kunstvolle Schmuckrauten geprägte Fachwerk der Hoffassade offen und wurde dann verschindelt und teilweise auch vereinfacht umkonstruiert. Im Gegensatz zur berühmten "Teufelsmühle" in Ilbeshausen oder dem "Edelhof" in Crainfeld war dieses Anwesen niemals Gegenstand der Denkmalpflege und die einstige Schönheit geriet im Laufe der Zeit vollkommen in Vergessenheit. Das Gebäude als solches blieb jedoch erhalten und teilte nicht das Schicksal so vieler anderer abgerissener oder völlig entstellter Fachwerkbauten im Vogelsberg. Erst durch die Aufarbeitung der Bermuthshainer Ortsgeschichte wurde die Existenz der einzigartigen Fachwerkfassade wieder ins Licht gerückt. 2007 wurde die Hofreite "Doktersch" dann in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen und soll saniert und weiterhin als Wohnhaus genutzt werden. Die Sanierung begann im Mai 2008 unter der Leitung des Herbsteiner Architekten Michael Ruhl. Dabei wurde zunächst das vor über 70 Jahren verschindelte Fachwerk an der Hofseite freigelegt. Dabei stellte sich heraus, dass die wohl 300 Jahre alten Zierrauten noch etwa zu einem Drittel vorhanden sind, aber vor allem im Bereich der Fenster 1937 durch einfaches konstruktives Fachwerk ersetzt wurden. Erst durch die Fachwerkfreilegung im Untergeschoss war im Übrigen der Blick frei auf die alte Bauinschrift, die wohl schon im 19. Jahrhundert unter Schindeln verschwand und daher völlig unbekannt war. Damit ließ sich zudem das Baujahr des Hauses ermitteln, das damit zum ältesten anhand einer Inschrift eindeutig datierbaren Gebäude in Bermuthshain überhaupt "avancierte". |
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| Hausansicht von "Doktersch" unmittelbar nach der Fachwerkfreilegung im Mai 2008. Dabei war erstmals seit 71 Jahren ein Blick auf die über 270 Jahre alten Fachwerk-Zierrauten möglich bzw. das, was nach dem Umbau 1937 davon noch übrig geblieben ist. Die nicht mehr vorhandenen Teile wurden anschließend rekonstruiert. | |||
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Hausansicht von "Doktersch" nach Abschluss der Rekonstruktions- und Sanierungsarbeiten im August 2008. |
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| Nach der eingehenden Begutachtung wurde die originalgetreue Rekonstruktion der ursprünglichen Fachwerkanordnung von 1731 beschlossen und durchgeführt. Es ist dies ein im Gebiet der Großgemeinde Grebenhain wohl einmaliges Projekt, das insofern noch mehr bemerkenswert ist, als sich die Rekonstruktion lediglich auf zwei alte Schwarz-Weiß-Fotografien aus den 1920er Jahren stützen konnte. Neben der Fassadenrekonstruktion erhielt auch der ehemalige Wirtschaftsteil ein neues Ziegeldach, da die alte Bedachung mittlerweile sehr stark beschädigt und durchlässig war. Die noch nicht ganz abgeschlossene Sanierung fand im Jahr 2009 ihren Abschluss. Die Wetterseiten am Wohnteil wurden komplett neu verschindelt und außerdem ein nicht länger benötigter Anbau abgerissen. | |||
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