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Ahl Schoul |
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Dies ist die bisher älteste bekannte Aufnahme nicht nur der alten Schule, sondern von ganz Bermuthshain. Sie entstand zwischen 1885 und 1890. In der Bildmitte unterhalb des zweiten Fensters der damals noch junge Lehrer Reuter. Links im Hintergrund erkennt man einen Teil des Hauses "Damersch", das damals noch ein Strohdach besaß. Es ist die einzige fotografische Überlieferung eines traditionellen Strohdaches in Bermuthshain. |
| Hausnummern: 1818 Haus Nr. 38, 1820 Haus Nr. 13a, 1861 Haus Nr. 3, 1898 Nebenstraße 3, 1957 An der alten Schule 7, 1978 An der alten Schule 7 |
| Bedeutung des Hausnamens: Das Gebäude wurde als Schul- und Gemeindehaus 1829/30 erbaut und heißt seit dem Bau der neuen Schule 1952 "alte Schule". Bis dahin mundartlich "Schoul" (Schule) oder "Schoulhaus" (Schulhaus) genannt. |
| Interessantes: Vor dem Bau des Schul- und
Gemeindehauses befand sich an gleicher Stelle das Gemeinde-Hirtenhaus, auf
dem sich die Dorfglocke befand. Diese wurde 1749 in Frankfurt am Main
gegossen und trägt die Inschrift: "Goß
mich Ben. u. Joh. Georg Schneidewind zu Frankfurt 1749". Die Glocke
wurde anschließend im Turm des Schulhauses aufgehängt. Das 1829/30 nach Plänen von Landrat Goldmann zu Schotten erbaute Schul- und Gemeindehaus enthielt einen Schulsaal und eine Lehrerwohnung im oberen Stockwerk und eine Gemeindestube sowie einen Amtsraum für den Bürgermeister und Stuben für Knechte und Mägde im unteren Stockwerk. Wohl ab 1846 (Kauf des Armenhauses) diente das Gebäude dann nur noch als Schule, mit einer sonntäglichen Nutzung als Betsaal. Im linken Teil des Hauses befanden sich zwei Schulsäle (unten 1.-4. Schuljahr, oben 5.-8. Schuljahr), im rechten Teil die Lehrerwohnung (der zweite, unverheiratete Lehrer musste privat im Dorf untergebracht werden). Angebaut an das Schulhaus befanden sich seit 1853 noch die Schulscheuer (2008 abgebrochen) mit Holzstall. 1929 bis 1930 erfolgte eine größere Renovierung der Schule und die Außenwand des unteren Schulsaales wurde massiv aufgemauert. Nach dem Bau der neuen Schule (heutiges DGH) 1952 wurde ab 1957 der untere Schulsaal als Betsaal genutzt und der Rest des Gebäudes als zwei Sozialwohnungen. Die alte Schule wurde nur noch notdürftig unterhalten. 1966 wurde das Turmdach mit Kunstschiefer, 1968 das Ziegeldach durch Eternitwellplatten ersetzt, um 1980 die Fassade mit Kunststoff verkleidet. 1982 stürzte die Decke des Betsaales ein und musste erneuert werden. 1999 sollte die alte Schule abgerissen werden, dies konnte aber durch die Stellung unter Denkmalschutz und die Aufnahme von Bermuthshain in das Dorferneuerungsprogramm verhindert werden. Seit 2008 wird die alte Schule saniert und beherbergt nach Abschluss der Dorferneuerung ein Museum zur Geschichte der Luftmunitionsanstalt im Oberwald. |
| Hausbesitzer: |
| 1818 Gemeinde Bermuthshain |