Böckel

 

Die Geschichte der Bermuthshainer Schneiderfamilie Böckel ist gleichbedeutend mit der des Hauses "Beckels". Dieses kleinbäuerliche Anwesen gehörte im frühen 19. Jahrhundert einer Familie Hämel, die nicht mit den jetzigen Namensträgern verwandt war. Jakob Hämel, letzter Hausbesitzer aus dieser Familie, hatte zwei Töchter, von denen die ältere Katharina den Schuhmacher Christoph Oechler aus Bermuthshain heiratete, welcher sich aber mit seinem Schwiegervater überwarf und das später "Stoffels" genannte Haus kaufte. Die jüngere Tochter Elisabeth hingegen schloss 1881 mit dem Schneidermeister Johannes Böckel aus Ilbeshausen die Ehe, welcher dann auch in das nunmehr nur noch "Beckels" genannte Haus einzog. In diesem Anwesen wurde fortan fast 70 Jahre lang das Schneiderhandwerk ausgeübt.

1935 ließ Sohn Friedrich Böckel das ursprünglich nur einstöckige Häuschen zum zweistöckigen Wohnhaus mit Scheune und Stall aufstocken. Sein Bruder Jakob Böckel war in Ober-Seemen verheiratet, wo Nachfahren bis heute leben. Friedrich Böckel war mit Margaretha Schneider aus "Hohlkhannes" Haus verheiratet. Einziges Kind der Eheleute war der 1911 geborene Jakob Johannes Böckel, welcher seinem Vater auch als Schneider nachfolgen sollte und 1939 Katharina Jockel aus dem "Petersch" Haus in Bermuthshain heiratete. Doch bereits 1943 wurde Jakob Johannes Böckel im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront als vermisst gemeldet und hinterließ seine Ehefrau, welche ihn um 63 Jahre überleben sollte, und die 1940 geborene Tochter Anneliese (ab 1958 in "Hohlewies" verheiratet). 1969 starb Friedrich Böckel als letzter männlicher Namensträger in Bermuthshain.

 

Stammbaum Böckel

 

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