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Alte Bräuche und Traditionen |
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| Die Kirmesburschen vom Gasthaus "Zum Deutschen Haus" anlässlich der Herbstkirmes im Jahr 1928. Ganz rechts erkennt man die mit Schnitzereien verzierte Haustür des "Deutschen Hauses" aus dem Jahr 1780, wie sie vor ihrer Restaurierung und Neubemalung aussah. |
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1. Reihe von links: Otto Baumbach ("Schefersch“), Otto Oechler ("Hohlewies“), Heinrich Appel ("Kloase“), Johannes Franz (Knecht in "Götzjes“), Karl Appel ("Kloase“), NN. |
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2. Reihe von links: Wilhelm Laufer ("Schneidmellersch“), Jakob Heutzenröder ("Bäckerjes“), Karl Oechler ("Hohlewies“), Heinrich Oechler ("Stroaßewärtersch“), Heinrich Friedrich Laufer ("Schneidmellersch“), Heinrich Schäfer ("Hirtschneidersch“), Ernst Heutzenröder ("Bäckerjes“). |
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3. Reihe von links: Walter Dillemuth ("Förstersch“) Heinrich Baumbach ("Schefersch“), Wilhelm Volz ("Volze“), Theodor Blum ("Blumme“). |
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Liegend: Jakob Böckel ("Beckels“), August Eschenröder ("Heckerts“). |
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Auf dieser Seite soll ein Einblick in das Brauchtum im "alten"
Bermuthshain vor dem Zweiten Weltkrieg gegeben werden. In einer Zeit, in
der Bermuthshain noch ein weitgehend in sich geschlossenes Bauerndorf und
kein neuzeitlicher Arbeitspendler-Wohnort war und als es noch keine
anderen Gelegenheiten zum Ausleben einer noch knapp bemessenen "Freizeit"
wie etwa Vereine und später moderne Medien (Fernsehen) gab, prägte eine
große Anzahl heute längst in Vergessenheit geratener Bräuche und Sitten
den alltäglichen Tages- und Jahresablauf der Dorfbewohner. Die meisten
dieser Sitten und Gewohnheiten wurzelten in der bäuerlichen Arbeit wie z.
B. die Bräuche rund um die Ernte, das Brotbacken und das Schlachten oder
die Spinnstube, wie sich ja überhaupt das gesellige Leben im Alltag meist
aus dem Zusammentreffen während der Arbeit ergaben. Rein gesellige
Aktivitäten konzentrierten sich vorwiegend auf die arbeitsarmen
Wintermonate, wobei auch diese, wie z. B. die Spinnstube, ihre Wurzel
nicht selten im Arbeitsleben hatten. Die Auflistung wird noch weiter vervollständigt! |
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| Spinnstube der jüngeren Mädchen in Bermuthshain, aufgenommen im Jahr 1931 in der hinteren Stube im Gasthaus "Zum Goldenen Stern" ("Heutzeredersch"). |
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Hintere Reihe von links: Katharina Bopp ("Schusterjes“), Emilie Groh ("Säutskinnjes“), Elfriede Pfannstiel ("Heutzeredersch“), Elise Lind ("Gutermuths“), Frieda Oechler ("Hohlewies“), Lina Heutzenröder ("Schmieds“). |
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Vordere Reihe von links: Katharina Jockel („Petersch“), Emma Schäfer ("Schloarschmidts“), Erna Lind („Ruhls“), Lina Ruppel (Magd aus Gunzenau in "Götzjes“), Otto Pfannstiel ("Heutzeredersch“). |
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Die Spinnstube Die Spinnstube ist noch heute einer der bekanntesten ländlichen Bräuche, wie sie in einem Vogelsbergdorf bis zum Zweiten Weltkrieg bzw. bis in die 1950er Jahre üblich waren. Seinen Ursprung hatte der in ganz Mitteleuropa geläufige Brauch in der häuslichen bäuerlichen Leinenherstellung. Bis zu ihrem Niedergang infolge der industriellen Textilherstellung im Lauf des 19. Jahrhunderts spielte die Leinweberei eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben Oberhessens. Die Spinnstube war in diesem Rahmen eine regelrechte Produktionsgemeinschaft zum Verspinnen von Flachs und Wolle in Form einer regelrechten „Heimindustrie“ als Nebenerwerb zur Landwirtschaft. Ursprünglich trafen sich Frauen und Männer, sowohl im erwachsenen wie im jugendlichen Alter, reihum abendlich in einem Haus des Dorfes, um gemeinschaftlich zu spinnen. Bereits in der Zeit dieser "klassischen" Spinnstube aber wurde dort auch die Geselligkeit, weshalb die Spinnstuben wegen nicht selten vorkommender "Ausschweifungen" von der Obrigkeit als Hort der Unsittlichkeit angesehen und zeitweise, wenn auch erfolglos, verboten wurden. Nach dem Niedergang des Leinwebergewerbes wandelte sich die Spinnstube allmählich zur „Strickstube“, in der neben dem Stricken von Kleidung und Socken vor allem die Geselligkeit an erster Stelle stand. Die Spinnstube war der Treffpunkt der Dorfjugend. Freundschaften zwischen Burschen und Mädchen, die später zu Heiraten führen konnten, wurden traditionell in der Spinnstube "geknüpft". In Bermuthshain begann die Spinnstubenzeit nach der Herbstkirmes und dauerte bis zum März. In Bermuthshain gab es zwei getrennte Spinnstuben für die älteren und die jüngeren Mädchen, die jede Woche in einem anderen Haus waren. Dessen Besitzer, die Eltern eines der Mädchen, wurden als "Spinnherr" bezeichnet und beaufsichtigten die jugendliche Runde. Die Spinnstube begann gegen 18 Uhr und dauerte bis 22 Uhr, wobei sich die Burschen meist gegen 21 Uhr ebenfalls einstellten. In der Spinnstube wurde natürlich nicht nur gestrickt, sondern auch gesellige Spiele veranstaltet, gesungen sowie nachts noch allerhand Schabernack im Dorf getrieben. Eine dieser Sitten war beispielsweise das "Pädchenstreuen". Hierbei wurde heimlich eine Spur ("Pädche") aus Asche zwischen zwei Häusern gestreut, um bisher heimlich gebliebene Liebesbeziehungen oder Zuneigungen zwischen Jugendlichen gegenüber der übrigen Dorfgemeinschaft öffentlich bekannt zu machen. Höhepunkte der Spinnstubenzeit waren der „Scheidabend“ am 27.12., die Anfang Januar stattfindende Strickkirmes und die Fastnachtszeit. Der Scheidabend war traditionell das Datum, an dem Knechte und Mägde ihren Dienstherren wechselten, und noch vor 1700 galt er als Tag des Jahreswechsels, weshalb auch die Bermuthshainer "Ersterwähnungsurkunde" vom 29.12.1012 nach damaliger Zeitrechnung im Jahr 1013 ausgestellt worden ist. Knechte und Mägde, soweit noch nicht verheiratet, waren voll in die Spinnstube integriert. Die Strickkirmes wurde üblicherweise in einem der Gasthaussäle des Dorfes gefeiert. Sie war nicht nur der örtlichen Jugend vorbehalten, sondern es fanden sich auch zahlreiche Besucher aus den Nachbarorten ein. Die Strickkirmes war somit eine der wenigen Gelegenheiten, einen auswärtigen Jugendlichen kennenzulernen. |
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Fastnachtstreiben mit dem Bermuthshainer "Kamel" in "Stockjes" Hof um 1930. |
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Die Fastnacht Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Fastnacht im evangelischen Vogelsberg im Vergleich zu heute nicht allzusehr ausgeprägt. Die heutige geläufige und vor allem vom Rheinland her geprägte Form des "Karnevals" war in den Vogelsbergdörfern und so auch in Bermuthshain vor 1945 vollkommen unbekannt. Viele heute selbstverständlich mit der „fünften Jahreszeit“ in Verbindung gebrachte Aktivitäten wie Umzüge, Fremdensitzungen, Kappenabende und Maskenbälle kannte man in Bermuthshain bis dahin allenfalls vom Hörensagen. Erst durch die evakuierten Städter und die katholischen Heimatvertriebenen, die während nach dem Zweiten Weltkrieg dort ansässig wurden, bürgerten sich diese Traditionen auch hier ein. Vor dem Zweiten Weltkrieg war es üblich, dass sich am Fastnachtsdienstag die bereits konfirmierten Jugendlichen der Spinnstube bzw. der Kirmesburschenschaften kostümierten und in Gruppen durch das Dorf von Haus zu Haus zogen, um Eier und Speck oder andere Gaben von den Hausbewohnern nach Absingen eines Liedes zu erheischen. Entsprechend der zwei Burschenschaften der Gasthäuser "Zum Deutschen Haus" und "Zum Goldenen Stern" waren es auch zwei Gruppen, die durch den Ort gingen und an der in ihrem Zug mitgeführten verkleideten Hauptfigur zu erkennen waren. Die Burschen des "Deutschen Hauses" führten das "Kamel" mit sich, das von zwei Personen unter einem großen zusammengenähten Stoffkostüm dargestellt wurde, welche eine große Holzlatte mit dem daran befestigten "Kopf" des Tieres trugen. Das Kostüm konnte in jedem Jahr wiederverwendet werden und hing während des Jahres in der Scheune von "Götzjes". Eine dritte Person fungierte als "Kamelführer". Das Pendant des "Goldenen Sterns" war der auch in anderen Ortschaften übliche "Strohbär". Eine aufwendig in Stroh gewickelte Person stellte diesen Bären dar und wurde von einem "Bärenführer" an einer Leine oder Kette geführt. Nach dem Abschluss des Zuges verzehrten die beteiligten Jugendlichen Eier und Speck üblicherweise in "ihrem" Gasthaus, wo auch ein Eierpfannkuchen gebacken und anschließend gegessen wurde. |
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| Bermuthshainer Jugendliche mit dem "Strohbär" in der Hauptstraße vor "Heckemellersch" Haus Ende der 1960er Jahre, im Hintergrund die alte Schule. Von Links: Wolfgang Schöbella („Ortstadts“), Alfred Schöbella („Ortstadts“), Wilhelm Oechler („Grohe“), Manfred Deuchert („Schloarschmidtshannerjes“), Reinhard Klein („Weidels“), Werner Oechler („Kannhennersch“), Otto Wies („Annekinne“). |
| Erst seit der NS-Zeit in den 1930er Jahren durften übrigens auch die Mädchen an den Umzügen teilnehmen. Am folgenden Aschermittwoch wurden dann von der Jugend Aschetöpfe ("Äschedippe") geworfen, um den Leuten einen Streich zu spielen, insbesondere wenn sie am Vortag nichts hatten geben wollten. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte die Tradition des "Kamels" nicht wieder auf, doch der "Strohbär" geht bis heute an jedem Fastnachtsdienstag durch Bermuthshain. Dies ist auch eine der wenigen alten Bermuthshainer Traditionen, die sich bis heute gehalten haben. |
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Der Ernteanfang Die Getreideernte (Kornernte) erfolgte in Bermuthshain nach der Heuernte im August und zog sich oft bis Anfang September hin. Sie beschloss den arbeitsintensiven Höhepunkt des bäuerlichen Arbeitsjahres im Sommer. In Bermuthshain hatte sich die Sitte herausgebildet, die Ernte feierlich mit dem sogenannten „Ernteanfang“ einzuleiten. Sobald Aussicht für das erste Ährenschneiden bestand, versammelte sich die Gemeinde früh morgens im Arbeitsanzug und Arbeitsgerät inmitten des Dorfes zu einer Ernteandacht. |
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Der Bermuthshainer Markt Die beiden Jahrmärkte, insbesondere der alte, seit 1768 bis heute abgehaltene Sommermarkt, sind auch zu den Bermuthshainer Traditionen zu rechnen. Der Bermuthshainer Sommermarkt, der mit der Bermuthshainer Marktkirmes verbunden war, fand (und findet) am ersten Dienstag und Mittwoch nach St. Jakobi Tag (25.7.) statt. Weitere Informationen über den Markt sind der entsprechenden Sonderseite zu entnehmen. |
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| Kirmesburschen mit Mädchen während einer Herbstkirmes um 1935 vor dem Gasthaus "Zum Goldenen Stern" nach Abschluss des Kirmeszuges, bei dem auch die hier zu sehende Kirmesfahne mitgeführt wurde. Unter den Teilnehmern sind auch Mitglieder der Musikkapelle mit ihren Instrumenten. Rechts neben dem alten Wirtshausschild das Schild der Bürgermeisterei, die sich seit 1926, seit der Wahl von Gastwirt Otto Ernst August Pfannstiel zum Bürgermeister, im "Heutzeredersch" Anwesen befand. Unter dem linken Fenster sieht man das Aushängebrett der NSDAP-Ortsgruppe Bermuthshain. |
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Die Herbstkirmes Der "höchste Feiertag" in Bermuthshain und das von der Dorfjugend in jedem Jahr wohl am meisten herbeigesehnte Ereignis im Ort war die "legendäre" Bermuthshainer Herbstkirmes, die üblicherweise am letzten Sonntag und Montag im Oktober oder am ersten Sonn- und Montag im November stattfand. Wie weit diese Tradition zurückreichte, ist nicht mehr festzustellen. In gewissem Sinn stand die Kirmes aber am Ende der bäuerlichen Hauptarbeitszeit nach der Kartoffelernte und dem Dreschen. Träger der Herbstkirmes waren die Kirmesburschenschaften der drei großen Gastwirtschaften mit Sälen im Ort, dem "Deutschen Haus", dem "Goldenen Stern" und der "Krone". In diesen Kirmesburschenschaften waren, wie bei den Spinnstubengesellschaften der Mädchen, alle männlichen ledigen Jugendlichen des Dorfes zusammengeschlossen, sofern sie bereits konfirmiert waren. Zwischen den beiden Burschenschaften bestand eine gewisse Rivalität. Allerdings hielten alle Bermuthshainer insofern zusammen, wenn ein auswärtiger Jugendlicher es wagte, in ihr "Revier" einzudringen, indem er eine Freundschaft mit einem einheimischen Mädchen begann. Dies geschah natürlich nicht selten, da die Bermuthshainer Herbstkirmes auch von der auswärtigen Jugend aus den Nachbardörfern stets rege besucht wurde. Am Montag war die "Hauptkirmes", die jährlich von einem anderen Gastwirt veranstaltet wurde. Einem alten Brauch gemäß wurden etwa zwei Wochen zuvor die örtlichen Mädchen "verstrichen", dass heißt unter den Kirmesburschen versteigert. Zeitweise sollen sogar dreistellige Beträge üblich gewesen sein, welche von den Burschen für ihre "Liebsten" geboten wurden. Am Kirmestag fand dann der feierliche Kirmeszug durch das Dorf statt, bei dem die Burschen dann ihr ersteigertes Mädchen führten und der Öffentlichkeit zeigten. Seit den 1930er Jahren ist eine dem Zug vorangetragene Kirmesfahne überliefert, die in den hessischen Landesfarben rot-weiß gehalten war. Fast schon obligatorisch wurde seit Ende der 1920er Jahre auch ein Gruppenfoto vor dem Gasthaus. Viele der während der Herbstkirmes geknüpften Bindungen führten später zu Eheschließungen. Der zweite Kirmestag war den Wirten und Burschenschaften der beiden anderen Gasthäuser vorbehalten und hatte eher die Einheimischen als Besucher. |
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Kirmeszug in der Hauptstraße 1938 vor dem Gasthaus "Zum Deutschen Haus", im Hintergrund "Wernnerts" Haus. |
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Beide Weltkriege konnten der Kirmestradition keinen Abbruch tun. Nach dem
Zweiten Weltkrieg feierten dann Alteingessene und heimatvertriebene
Neubürger gemeinsam die Bermuthshainer Herbstkirmes in den Gasthäusern
"Zum Goldenen Stern" und "Zum Deutschen Haus". Auch die beiden
Kirmesburschenschaften entstanden wieder und veranstalteten zwei getrennte
Kirmeszüge, je einen für "ihr" Gasthaus. Diese fanden in den letzten
Jahren der klassischen Herbstkirmes sogar am gleichen Tag statt und
kreuzten sich jeweils auf der Hauptstraße. Anlässlich der 200-Jahr-Feier
des Bermuthshainer Marktes am 30.7.1968 wurde von der Bermuthshainer
Jugend auch einmal ein Kirmeszug mit vorheriger Versteigerung außer der
Reihe als Festzugselement veranstaltet. Doch dieser Kirmeszug von 1968 sollte zugleich der letzte gewesen sein. Die Kirmestradition endete abrupt mit der im gleichen Jahr stattgefundenen Eröffnung des neuen modernen Tanzsaales im "Deutschen Haus". Hier fanden nun in den folgenden Jahren Tanzveranstaltungen an den Wochenenden statt, die von den Jugendlichen von nah und fern rege frequentiert wurden. An der von nun an wohl eher als "altmodisch" betrachteten Kirmes hatte niemand mehr ein Interesse. Zwar gab es noch bis 1997 im "Deutschen Haus" eine "Herbstkirmes", doch handelte es sich dabei um eine reine Tanzveranstaltung bzw. einen "Diskoabend" ohne Bezug zur klassischen Bermuthshainer Kirmestradition. |
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