Damer

 

Seit 1813 gab es erstmals den Familiennamen Dahmer in Bermuthshain. In diesem Jahr heiratete der Ackermann Johannes Dahmer I. aus dem vormals riedeselischen Weidmoos eine Anna Maria Bopp in Bermuthshain. Die Hofreite der Familie, ein "Vogelsberger Einhaus", stand am heutigen Hochstättenweg gegenüber "Stockjes" und wurde 1853 abgebrochen. Der Sohn des Johannes Dahmer I. der gleichnamige Johannes Dahmer II., erwarb 1848 die benachbarte Schlagmühle. Bereits im Jahr 1855 wanderte die gesamte Familie aber nach Nordamerika aus.

Die heutigen Träger des Familiennamens Damer in Bermuthshain sind mit dieser Familie Dahmer wahrscheinlich nicht verwandt. Sie beginnen mit dem 1819 in Crainfeld geborenen Sebastian Damer I., der 1861 eine Maria Imhof in Bermuthshain heiratete. Die Bermuthshainer "Dahmer" wurden übrigens einst ebenfalls mit "h" im Namen geschrieben. Erst bei der Registrierung von Heinrich Damer I. als Ortsbürger im Jahr 1909 ist das "h" amtlicherseits "vergessen" worden, weshalb der Name bis heute im Unterschied zu allen anderen Dahmer im Vogelsberg "Damer" geschrieben wird.

Der eigentliche Ursprung der Familie Damer liegt im bis 1806 riedeselischen Vaitshain. Im Jahr 1700 wurde dort ein Johannes Damer geboren, der 1729 eine Anna Katharina Krisch aus dem "Kejherts" Haus in Crainfeld heiratete und auch als Besitzer dieses Hauses überliefert ist. Sein Urenkel, der 1793 geborene Peter Damer, kauft im Jahr 1822 die heutige Hofreite "Hambaste" in Crainfeld. Sein jüngere Sohn war der erwähnte Sebastian Damer I., der durch Einheirat ins benachbarte Bermuthshain kam und dort die Stellung eines Polizeidieners innehatte. Im Jahr 1868 kaufte er das spätere "Gutermuths" Haus im heutigen Lindenweg. Sein Sohn, der 1858 geborene Maurermeister Sebastian Damer II., heiratete 1883 Katharina Ruhl aus dem Crainfelder "Michelhennerjes" Haus und verkaufte sein Haus 1895 an Friedrich Gutermuth aus Ilbeshausen, um stattdessen das in der Nachbarschaft gelegene Anwesen des ledig gestorbenen Valentin Hornung zu erwerben. Das 1825 errichtete Fachwerkhaus trägt seither den Hausnamen "Damersch".

 

Heinrich Damer I. als Soldat im Ersten Weltkrieg mit Ehefrau Marie Elise Damer geb. Weitzel und seinen Söhnen Otto und Heinrich um 1916.
 

1910 wurde der einzige Sohn Heinrich Damer I. geboren. Das Geschlecht der Damer blieb übrigens immer recht kinderarm und pflanzte sich bis Anfang der 1940er Jahre immer nur in einer einzigen Linie fort. Heinrich Damer I. heiratete 1909 Marie Elise Weitzel aus dem "Hoase" Haus in Bermuthshain und hatte zwei Söhne. Der 1910 geborene Otto Damer blieb im "Damersch" Haus und schloss 1942 die Ehe mit Katharina Eschenröder aus "Heckerts". Der Sohn Ottmar Damer blieb das einzige Kind dieser Ehe, da Otto Damer aus dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zurückkehrte. Sein Bruder, der 1912 geborene Heinrich Damer II., war bereits 1940 im Bermuthshainer "Sills" Haus eingeheiratet und hatte zwei Kinder, Friedhelm und Irmgard.

 

Stammbaum Damer

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