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Dammburjersch |
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Postkarte vom Gasthaus "Zur Krone" aus der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Das gut erhaltene große Gasthaus dominiert noch heute den alten Ortskern und wurde zwischen 1865 und 1870 erbaut. Links das alte Haus, 1829 entweder neu erbaut oder durch einen größeren Anbau an ein noch älteres Einhaus in dieser Form entstanden. |
| Hausnummern: 1818 Haus Nr. 90, 1820 Haus Nr. 84, 1861 Haus Nr. 1, 1898 Straße nach Ober-Moos 5, 1957 An der alten Schule 1, 1978 An der alten Schule 1 |
| Bedeutung des Hausnamens: Es liegen noch keine gesicherten Angaben vor, möglicherweise war einer der Hausbesitzer jedoch Tambour. |
| Interessantes: In dem Anwesen wurde von
1870 bis 1954 die Gastwirtschaft "Zur Krone" betrieben. Die Ehefrau des
Gründers Balthasar Hornung stammte aus dem benachbarten Gasthaus "Zum
Goldenen Stern". Eine ausgesprochene Rivalität zwischen beiden Häusern
bestand seit etwa 1910. Das von Balthasar Hornung errichtete große Gasthaus
mit Tanzsaal war das erste seiner Art im Ort. Er begründete auch die Metzgereitradition der Familie. Die noch heute
bestehende Großschlachterei Hornung wurde 1935 von Theodor Hornung II.
gegründet und hatte bis 1965 ihren Standort in dem Anwesen. Während des
zweiten Weltkrieges ruhte der Gaststättenbetrieb, im Saalbau waren
Kriegsgefangene untergebracht. Der Hausbesitzer Peter Hornung war zwischen
1848 und seinem Tod 1852 Bürgermeister von Bermuthshain. Der älteste Kern des Anwesens war das 1829 anstelle zweier Vorgängerhäuser erbaute oder in diesem Jahr auch nur erweiterte Einhaus. Die Bauinschrift lautet: "Ich fahr herein, was Gott bescheret davon sich Mensch und Vieh ernähret. Es baut mich Peter Hornung an und zimmert mich Johannes Schaub daran und den 23ten Mai 1829 schlug man mich auf". Zwischen 1865 und 1870 wurde das große Gasthaus mit Tanzsaal, das größte Fachwerkgebäude des Ortes, im rechten Winkel an den Altbau angefügt. Es wurde 1935 modernisiert und ein Schlachtraum eingebaut. Das Anwesen ist heute eines der am besten erhaltenen historischen Gebäude in Bermuthshain. Regelmäßig findet dort seit 2003 die saisonale Kunstausstellung "Hof&Art" statt. Das Haus wurde als einziges neben der Hofreite "Nienammels" zwischen 1818 und 1971 (Anlage des ersten Brandkatasters, Gebietsreform) ausschließlich im Mannesstamm vererbt. Von Angehörigen der Familie Hornung wurde das Anwesen bis zum Verkauf 1979 bewohnt. |
| Hausbesitzer: |
| 1818 Johannes Hornung, Ackermann + Kirchensenior + Beigeordneter, aus Bermuthshain |
| 1832 Peter Hornung (Sohn), Landwirt + Bürgermeister |
| 1855 Balthasar Hornung (Sohn), Landwirt + Gastwirt + Metzger + Händler + Fuhrmann |
| 1879 Heinrich Jakob Hornung I. (Sohn), Landwirt + Gastwirt + Metzger + Fuhrmann |
| 1910 Theodor Hornung I. (Sohn), Gastwirt |
| 1940 Theodor Hornung II. (Sohn), Metzgermeister + Gastwirt |