Dietrich

 

Im Jahr 1845 wurde in Wallenrod westlich der Kreisstadt Lauterbach der Schäfer Melchior Dietrich geboren. Um das Jahr 1870 herum heiratete er eine Margaretha Köhler aus Breitenbach und erhielt etwa 1875 die damals noch existierende Gemeindeschäferei in Bermuthshain. 9 der insgesamt 13 Kinder der Eheleute Dietrich sind auch hier geboren worden. Noch heute lebt der Beruf in dem Hausnamen "Scheffersch" fort. 1881 wurde Melchior Dietrich schließlich Hausbesitzer in Bermuthshain, als er die im Ortskern gelegene Hofreite des nach Amerika ausgewanderten Schreiners Christoph Blum erwarb. 1908 erhielt sein Sohn Ernst Dietrich I. dieses bis 1964 einstöckige Anwesen, der von Beruf Maurer war und zu den sogenannten "Westfalengängern", den im Ruhrgebiet arbeitenden Vogelsbergern, zählte. Auch der ältere Sohn Ernst Dietrich II., der 1977 starb und der letzte männliche Namensträger war, wohnte in "Scheffersch". Aus der Ehe mit Berta Oechler aus Salz gingen die ebenfalls im "Scheffersch" Haus wohnenden Töchter Ilse und Lina hervor. Ilse Dietrich heiratete später den heimatvertriebenen Karpatendeutschen Robert Faltinsky, der als gelernter Zimmermann das Haus schließlich 1964 aufstocken ließ.

Der jüngere Sohn Jakob Dietrich (gest. 1974) wohnte dagegen zur Miete in der alten Schule, nachdem diese ab 1952 nicht mehr als Schulhaus genutzt wurde. Er betrieb einen Kaufladen und wurde von den Bermuthshainern wegen seiner Waren (Süßigkeiten) "Zucker-Jakob" genannt. Sein Sohn Karl-Heinz Dietrich kam leider 1964 bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

 

Stammbaum Dietrich

 

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