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Bermuthshain |
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Ortsansicht von Bermuthshain aus südlicher Richtung 1933 und 2006. |
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Ein Dorf im Wandel der Zeiten Mit dem so genannten "Wirtschaftswunder" im Westteil Deutschlands in den 1950er Jahren setzte ein wirtschaftlicher und sozialer Wandel ein, der in Bermuthshain, wie in allen anderen Vogelsbergdörfern, die teilweise seit Jahrhunderten bestehende soziale und wirtschaftliche Ordnung innerhalb einer historisch gesehen erstaunlich kurzen Zeit völlig veränderte. Aus dem traditionellen Bauerndorf wurde ein reiner Arbeitspendlerwohnsitz. Die Landwirtschaft als Lebensgrundlage und Lebensweise wurde in nur wenigen Jahrzehnten vollständig marginalisiert. Als mit dem Erscheinen der ersten Traktoren Anfang der 1950er Jahre die kapitalintensive "Vollmechanisierung" der Landwirtschaft, verbunden mit stetig sinkenden Erzeugerpreisen, begann auch im Vogelsberg das massenhafte Sterben der kleinen und mittleren Bauernhöfe nach der perversen Logik des "Wachsens oder Weichens". Haupterwerbsbetriebe sanken in den 1960er Jahren zunächst zu Nebenerwerbsbetrieben und dann zu reinen "Feierabend-" bzw. "Hobbybauernhöfen" ab. Zumeist bei dem fälligen Generationswechsel wurde die völlig unrentabel gewordene Landwirtschaft irgendwann nur noch als Belastung empfunden und folgerichtig aufgegeben. Die ganze Tragweite dieses Strukturwandels wurde und wird im Vogelsberg nur wenig erkannt, da mit dem Wechsel zu Arbeiter- und Angestelltenverhältnissen in den wenigen Industriebetrieben der Region und in den angrenzenden Ballungsverhältnissen ein materieller Wohlstand von solchen Ausmaßen Einzug hielt, wie er nicht nur im einstigen "Hessisch-Sibirien" in früheren Zeiten unvorstellbar gewesen wäre. Mit dem Verschwinden von Landwirtschaft und Dorfhandwerk war aber auch, in nüchterner Betrachtung jenseits aller "Agrarromantik", der Verlust nahezu sämtlicher "wohnortnaher Arbeitsplätze" verbunden. So ist heute ein anderes Leben im Vogelsberg als das des täglichen Pendelns über z. T. weiter Entfernungen kaum denkbar. Dies hat aber auch gravierende Folgen auf das dörfliche Alltagsleben. So präsentieren sich die Vogelsbergdörfer dem heutigen Betrachter tagsüber wie ausgestorben und fast menschenleer. Es ist kaum noch zu erahnen, dass die Dorfstraßen einst voller Leben waren, sei es beim Viehtrieb, beim Mistfahren, beim Dreschen, bei Hausschlachtungen oder beim Backen im Dorfbackhaus. "Dörfliches Leben" wird heute überall nur noch durch die vielen Vereine aufrechterhalten, die zum "Funktionieren" der klassischen bäuerlichen Dorfgemeinschaft einst gar nicht nötig und in diesem Ausmaß früher auch überhaupt nicht bekannt waren. Schon von klein auf wird der Vogelsberger von heute zum Pendeln erzogen, da alle wenig gegliederten Landschulen in den 1960er Jahren "zugunsten des Fortschritts" der zentralen Mittelpunktschulen aufgelöst wurden. Die kommunale Gebietsreform, die in Hessen besonders zentralistisch und bürgerfern zur Durchführung gelangte, degradierte die selbstständigen Landgemeinden schließlich zu Anhängseln der von einem zentralen Ort "professionell" verwalteten Großgemeinden. Zumeist ortsfremde Verwaltungsbeamte traten an die Stelle der ehrenamtlich agierenden und parteilosen Dorfbürgermeister. Zeitgleich zu den Strukturen von Wirtschaft und Verwaltung löste sich auch die traditionelle dörfliche Sozialstruktur auf. Diese wurde allerorten zunächst, für beide Seiten erzwungenermaßen, nach 1945 durch die Heimatvertriebenen und ausgebombten Städter verändert, welche in das bis dahin eher statische Gefüge der dörflichen Familienverbände gelangten. Es ist heute kaum noch vorstellbar, in welchem Ausmaß ein Vogelsbergdorf wie Bermuthshain noch vor etwa 65 Jahren eine abgeschlossene Welt für sich war. Seit den 1970er Jahren kamen dann auch im Vogelsberg in zunehmendem Maß von auswärts zuziehende städtische Angestellte und Arbeiter "aufs Land" mit dem Wunsch nach einem Einfamilienhaus „im Grünen“. Auch als Wochenenddomizil "stadtmüder" Bewohner des Rhein-Main-Gebiets wurden die Vogelsbergdörfer zunehmend "entdeckt". Bestimmend bei den Zuzüglern war häufig der Wunsch nach dem "Landleben", das aber in dieser Form mit dem bäuerlichen dörflichen Leben, welches durch harte Arbeit und nicht zuletzt unvermeidliche "Geruchsbelästigungen" geprägt war und ist, nichts zu tun hatte. Dem Wandel der Bevölkerungs- und Sozialstruktur folgten überall die Marginalisierung und Ausgrenzung der traditionellen dörflichen Führungsschichten und das Verschwinden der am Grundbesitz orientierten bäuerlichen Wert- und Gesellschaftsvorstellungen. Zunehmende Mobilität, Individualisierung und der Einfluss moderner Massenmedien, insbesondere des Fernsehens, beschleunigten diese Entwicklung und führten zur Angleichung städtischer und ländlicher Lebensbilder bzw. die Ersetzung letzterer durch die ersteren. Das heutige Bermuthshain hat sowohl in seinem äußeren Aussehen, ferner der Lebensweise seiner Bewohner als auch in seiner sozialen Struktur nichts mehr mit dem Bermuthshain vor dem Zweiten Weltkrieg gemein. Der Wandel der Dörfer zeigt sich nicht zuletzt auch an ihrem äußeren Erscheinungsbild. Früher wurden die Bauernhäuser in einem Dorf nur aus den wenigen Baumaterialien errichtet, die in unmittelbarer Umgebung zur Verfügung standen. Auch die Nutzungsart blieb über Jahrhunderte unverändert. Die Komfortansprüche änderten sich nur unwesentlich. Notwendige Reparaturen und Umbauten führten die Bewohner selbst aus. Über Jahrhunderte bestimmten so Gebrauchsanforderungen, Landschaft, und Bautradition das Erscheinungsbild der historischen Haus- und Hofformen und ordnen sie - sofern noch erhalten - bis heute unverwechselbar ihrer Region zu. Es gab einen aus heutiger Sicht ungeheuer großen Reichtum landschaftlich geprägter Hausformen. Vor 1945 waren allein auf dem Gebiet des damaligen Deutschen Reiches weit über 100 unterschiedlicher regionaler Bauernhausformen zu finden. Einige davon sind bis heute ein regelrechtes Synonym für die Landschaft, in welcher sie stehen. Zu erwähnen sind hier beispielsweise die in einen Hang hineingebauten Schwarzwaldhöfe in Holzbohlenbauweise mit ihren holzschindelgedeckten, flach geneigten Dächern und umlaufenden Balkonen, die Umgebindehäuser in der Oberlausitz oder die großen reetgedeckten Hallenhäuser in Norddeutschland. Weniger die Landschaft als solche, sondern vielmehr die jeweiligen Häuser in der Landschaft gaben den vielen unterschiedlichen "Kulturlandschaften" innerhalb Deutschlands ihre jeweils unverwechselbare eigene Identität. Im hohen Vogelsberg wurde diese vorwiegend durch das "Vogelsberger Einhaus" als Holzfachwerkbau mit teilweiser Holzschindelverkleidung bestimmt. Die Holzfachwerkbauweise war noch bis Ende der 1940er Jahre die ursprüngliche Bauweise dieser Region. Nicht nur Bauernhäuser und Scheunen, sondern auch Schulgebäude, Kirchen und Synagogen sowie Backhäuser im Vogelsberg waren Fachwerkbauten. Überregionale Bedeutung besitzen das 1685 erbaute Amtshaus ("Edelhof") in Crainfeld und die 1691 erbaute Hansenmühle ("Teufelsmühle") in Ilbeshausen, beide von dem Ilbeshäuser Zimmermeister Hans Muth geschaffen und schon seit 1904 denkmalgeschützt. Doch sie waren und sind letztlich nur zwei von mehreren tausend Fachwerkbauten im Vogelsberg und eben auch in Bermuthshain ohne jeglichen Denkmalschutz. |
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| Zweitälteste bekannte Luftaufnahme von Bermuthshain durch ein alliiertes Aufklärungsflugzeug vom 15.3.1945, darunter ein aktuelles Luftbild des Dorfes (jeweils Ausschnitte). |
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere nach der Währungsreform 1948, trat eine Veränderung der Bauweise ein. An den Dorfrändern wurden vorwiegend durch bzw. für heimatvertriebene Familien schlichte Einfamilienhäuser aus Zementhohlblocksteinen mit weißem Außenputz auf neu ausgewiesenen Baugrundstücken erbaut. Diese bildeten einen scharfen Kontrast zu den Fachwerk- und Schindelfassaden der traditionellen Bauernhäuser. Architektonisch entsprachen diese Häuser den Siedlungshäusern der vorangegangenen NS-Zeit und etablierten das bis heute weiterwirkende Leitbild des modernen "glatten und weißen" Einfamilienhauses. Auch die seit Anfang der 1950er Jahre neu entstehenden Schulen und Dorfgemeinschaftshäuser sind in diesem Stil erbaut worden. In Bermuthshain waren dies die 1952 eingeweihte "neue Schule" und die 1954 fertig gestellte Nebenerwerbssiedlung am Rabenberg. Insbesondere der damals in Crainfeld wohnende Architekt Ludwig Schmelz war ein Vertreter dieses im Vogelsberg "neuen" (aber vor 1945 entstandenen) "Siedlungshausstils". Die alten Dorfkerne blieben in den 1950er Jahren zumeist noch von einschneidenden Veränderungen verschont. Allerdings wurden zunehmend die alten dreigliedrigen Sprossenfenster durch einflüglige ungegliederte Ganzglasfenster ersetzt. Häufig wurde anstelle von zwei nebeneinander liegenden Sprossenfenstern ein großes Fenster eingesetzt, welches "mehr Licht" ins Haus bringen sollte und als putzfreundlicher galt. Auch die ersten Kunststoffverkleidungen mit dem bekannten Markennamen "Eternit" wurden schon in den 1950er Jahren zur "Verzierung" der Fachwerkhäuser verwendet. Die "Modernisierung" des Dorfes, d. h. letztlich die Beseitigung von allem, was typisch dörflich war, wurde öffentlich stark vorangetrieben durch Programme und Kampagnen wie die "Althofsanierungen" und Aussiedlerhöfe, den Bau von Dorfgemeinschaftshäusern, Wettbewerbe wie die bundesweite Kampagne "Unser Dorf soll schöner werden" seit 1961, und Dorferneuerungsprogramme, die es in Hessen seit 1969 gibt. Bezeichnenderweise lehnte die Gemeinde Bermuthshain noch 1962 die Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" mit dem ausdrücklichen Hinweis ab, dass der Charakter des Dorfes gewahrt werden solle. Etwa ab 1965 erfolgten in Bermuthshain die ersten "modernen" Wohnhausneubauten im bis dahin ausschließlich von "Vogelsberger Einhäusern" geprägten Ortskern, die teilweise auch schon mit dem Abbruch alter Bausubstanz verbunden waren. Zur Veränderung der Dorfbilder trug auch der Straßenbau durch Anlage neu ausgebauter asphaltierter Ortsdurchfahrten bei, wie in Bermuthshain 1962. Seit dieser Zeit kam es in allen Vogelsbergdörfern auch immer häufiger zur zeittypischen "Modeerscheinung" der Verkleidung des Fachwerks bzw. der Ersetzung der Schindeln durch (asbestbelastete) Eternitplatten oder andere Kunststoffverkleidungen, der Dachdeckung mit Eternitwellplatten, der Entfernung der alten Eichenhaustüren zugunsten von Aluminiumrahmentüren, der Ersetzung der Sprossenfenster oder der Verwendung von Glasbausteinen, um sich den Leitbildern und Prestigemustern des "modernen Bauens" anzupassen. Anfang der 1970er Jahre begann in Bermuthshain, wie in den meisten anderen Vogelsbergdörfern, eine starke Neubautätigkeit ein, die das alte Gesicht des Dorfes schließlich vollständig verändern sollte. Es war nahezu die gesamte "jungverheiratete" Generation, die neue Wohnhäuser bauen wollte. Diese "Häuslebauer" sind in drei Gruppen einzuteilen, wobei die Entwicklung in Bermuthshain durchaus für den gesamten Vogelsberg verallgemeinernd werden kann. So rissen alteingesessene Familien mit alten "Vogelsberger Einhäusern" den Wohnteil des Hauses ab und bauten an gleicher Stelle ein aus Hohlblocksteinen bestehendes Haus an gleicher Stelle neu auf. Die neuen Wohnhäuser entsprachen dem modernen Wohnkomfort mit einer Stockwerkhöhe von mindestens 2,50 m und Zentralheizung. Sie passten sich in keiner Weise an den verbleibenden Altbaubestand an. Weder die Baumaterialien, noch die Firsthöhe und die Fenstergrößen nahmen irgendeinen Bezug zur traditionellen Vogelsberger Architektur. Innerörtliche Wiesen wurden mit gleichartigen modernen und verhältnismäßig riesigen Wohnhäusern bebaut, in welche die junge Generation oder die gesamte Familie (gemäß der Tradition der alten Bauernhäuser) einzogen. In manchen Fällen ließ man die alten Bauernhäuser neben den neuen Wohnhäusern stehen, welche dann dem schleichenden Verfall preisgegeben waren. Bereits ab 1969 verfügte dann auch Bermuthshain über ein erstes Neubaugebiet am Rabenberg. Dort wie auch später im Neubaugebiet "Unterm Roten Berg" bauten zugezogene Bewohner ihre Häuser oder Bermuthshainer Familien, die im alten Dorf keinen Bauplatz besaßen. Nicht selten kam und kommt es in den Vogelsbergdörfern zu einer regelrechten "Aussiedlung" der jüngeren Generation in Neubaugebiete am Ortsrand , was Überalterung und Verfall in den alten Dorfkernen zur Folge hatte und hat. Durch den rapiden Bedeutungsschwund der Landwirtschaft verloren zudem die meisten Wirtschaftsgebäude, die einen Großteil des dörflichen Baubestandes ausmachten, ihre Funktion. Heute ist Bermuthshain, wiederum wie nahezu sämtliche Dörfer im Vogelsberg, überwiegend von nach 1970 errichteten Neubauten ohne jeglichen regionalen Bezug bzw. modern verfremdeten Altbauten geprägt. "Vogelsberger Einhäuser" in traditionellem Erscheinungsbild machen eigentlich nur noch eine Minderheit der Bausubstanz aus. Das heutige Vogelsbergdorf gleicht, insbesondere unter dem Aspekt der Neubaugebiete, architektonisch eher einer auch in städtischen Ballungsgebieten anzutreffenden "Arbeitspendler-Schlafsiedlung". Da sich diese Entwicklung überall im Gebiet der Bundesrepublik und nach 1989/90 in ganz Deutschland vollzog, erklärt sich daraus auch die im Vergleich zu vor 1945 geradezu erschreckende architektonische Gleichförmigkeit und Eintönigkeit der verschiedenen deutschen Landschaften. Die Verschandelung und rücksichtslose Modernisierung der Dörfer erreichte noch Anfang der 1980er Jahre geradezu einen Höhepunkt, während in den Städten in Bezug auf die Altstadtkerne und den Denkmalschutzgedanken längst ein Umdenken eingesetzt hatte. Interessanterweise waren es vorwiegend nicht die Einheimischen, unter denen das abschätzig als "ahl Gelerch" diffamierte kulturelle Erbe der "rückständigen" Vorfahren lange Zeit keinen Stellenwert besaß, sondern eine Gruppe aus den Ballungsräumen Zuziehender mit kulturellem Interesse, welche als erste den alten regionaltypischen "Vogelsberger Einhäusern" wieder eine Wertschätzung entgegenbrachte und leerstehende Bauernhäuser und Hofreiten mehr oder weniger behutsam zum Zweitwohnungssitz oder Wochenendhaus umbaute. Ein ernsthaftes Wiederaufleben der regionaltypischen Architektur blieb jedoch bis heute, sieht man einmal ab vom "Fachwerkkitsch" mit "Schindeln" aus Plastik und "Fachwerk" an neu erbauten Häusern aus aufgenagelten oder vorgeblendeten Holzlatten. Auch heute mangelt es selbst bei den Dorferneuerungsmaßnahmen an Sensibilität der Architekten, Planer und Bauherren im Umgang mit den alten Fachwerk-Bauernhäuser, wie sich insbesondere bei den oft anzutreffenden "Verschalungen" von Fachwerkhäusern mit monotonen Brettern (anstelle der traditionellen Schindeln) und unpassender Farbgebung oder Verschieferungen (im Vogelsberg früher nicht üblich) zeigt. Ob sich die Zeugnisse der Vogelsberger Regionalkultur und -architektur angesichts der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüche in den Dörfern außerhalb von Museen und unabhängig von einer oft allzu oberflächlichen und vermarkteten "Heimatnostalgie" erhalten lassen, ist eher fraglich. In dieser Rubrik soll anhand der Gegenüberstellung historischer und aktueller Fotografien gezeigt werden, wie stark sich das Ortsbild von Bermuthshain, exemplarisch für alle Vogelsbergdörfer, in den letzten vier bis fünf Jahrzehnten gewandelt hat, inwieweit aber auch die alte regionaltypische Architektur noch erhalten geblieben wird. Auf den nächsten sieben Seiten findet man eine Fotogalerie mit jeweils einer historischen und darunter einer aktuellen Dorf- oder Hausansicht. |
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