Jäger

 

Die Geschichte der Bermuthshainer Familie Jäger ist identisch mit der der Hofreite "Jägersch" gegenüber der alten Schule. Im Jahr 1882 kaufte der Landarbeiter Johannes Jäger I. (geb. 1852) aus Reichlos, seine erste Ehefrau war die Bermuthshainerin Maria Lind (aus "Säuhennerjes") dieses bis dahin als "Bachschneidersch" bezeichnete Haus. Die Vorbesitzer waren in die USA ausgewandert. Wie kaum eine andere Bermuthshainer Familie war die Jägers von den beiden Weltkriegen betroffen, wobei der letzte auch das Aussterben des Namens in Bermuthshain zur Folge hatte.

1917 fiel Johannes Jäger II., Sohn von Johannes Jäger I., im Ersten Weltkrieg und hinterließ seine erst sechs und fünf Jahre alten Söhne Wilhelm (geb. 1910) und August (geb. 1912). Letzterer, Erbe des "Jägersch" Hauses, sollte ebenfalls das traurige Schicksal haben, aus dem folgenden Zweiten Weltkrieg nicht mehr lebend heimzukehren. Da auch sein einziger Sohn Helmut 1942 starb, war die Familie in Bermuthshain damit im Mannesstamm erloschen.

Wilhelm Jäger hatte bereits ab Ende der 1920er Jahre das hessische Lehrerseminar in Friedberg besucht. 1938 heiratete er Ottilie Baumbach aus "Schmedebaste". Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Wilhelm Jäger 1948 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück und wirkte als Volksschullehrer zunächst in Radmühl und dann in Angersbach bis zum Ruhestand. Heute lebt der älteste gebürtige Bermuthshainer im benachbarten Landenhausen.

 

Stammbaum Jäger

 

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