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Jöckel |
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Der Familienname Jöckel bildete sich wahrscheinlich in der frühen Neuzeit
als andere Schreibweise des Namens Jockel heraus. Im 16. und 17.
Jahrhundert, als die meisten Namen erstmals niedergeschrieben wurden,
konnten, bedingt durch die unterschiedliche Aussprache, durchaus
verschiedene Formen eines Namens entstehen. So werden bereits im
Zinsregister der Pfarrei Crainfeld (1600-1632) ein Henn Jöckell bzw. Heintz
Jöckel genannt, bei denen es sich eigentlich wohl um Träger des einst weit
verbreiteten Bermuthshainer Namens Jockel handelt. Der erste "richtige"
Bermuthshainer Jöckel tauchte erst im Jahr 1863 auf, als nämlich der
Landwirt Andreas Jöckel aus dem benachbarten Ober-Moos in die Bermuthshainer
Zimmermannsfamilie Schaub einheiratete. Seine Häuser waren das spätere
"Joste" Anwesen am nordwestlichen Ortsrand unweit der Lüder (woher seine
Frau stammte), und das "Ahlewegslufte" Haus. Dort folgte interessanterweise
im Jahr 1900 auf den Namen Jöckel der Besitzername Jockel durch den
Schwiegersohn Konrad Jockel aus "Stirskammbaste". Mit Andreas Jöckel offenbar nicht verwandt war der Landarbeiter Johannes Jöckel aus Lanzenhain, der 1874 eine Anna Maria Luft aus dem "Ahlewegslufte" Haus in Bermuthshain heiratete und 1876 eine Hofreite am Ortsausgang in Richtung Oberwald (Neuwiesenweg) kaufte, die erst 1843 von dem Ackermann und Leinweber Andreas Bopp errichtet worden war. Nach dem Elternhaus der Ehefrau wurde dieses Haus fortan "Lufte" genannt. Später wurde der Hausname in "Luftewillems" verändert, als das Anwesen auf den Sohn Wilhelm Jöckel I. übergegangen war. Dieser betrieb ab 1906 ein Maurergeschäft und gehörte bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten auch dem Bermuthshainer Gemeinderat an. Den Maurerberuf hat auch sein älterer Sohn Wilhelm Jöckel II. ausgeübt, der Haus und Hof nach seiner Heirat mit Emma Komp aus der Bermuthshainer Schreinerfamilie Komp 1932 erhielt und bis zum Tod 1984 bewohnte. Die einzige Tochter Marga heiratete 1951 den Bermuthshainer Landwirt Emil Weitzel ("Hanse"). Mit dem zweiten Sohn Karl Jöckel, ebenfalls Maurer, erlosch die Familie 1997 in männlicher Linie. Heute gibt es in Bermuthshain noch einen männlichen Träger des Namens, nämlich den Gastwirt Heinrich Jöckel ("Götzjes"), der 1949 durch Heirat ebenfalls aus Lanzenhain ins Dorf gekommen ist. |
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Stammbaum Jöckel |
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