Klein

 

Stammvater der Bermuthshainer Familie Klein war der 1742 in der noch heute erhaltenen Waldmühle bei Zahmen geborene Kaspar Klein. der Familienname Klein kommt bis heute in Zahmen vor. Wie es für Mitglieder seines Berufsstandes nicht ungewöhnlich war, heiratete auch Kaspar Klein (1773) in eine Mühle, und zwar in die Heckenmühle, die nördlich von Crainfeld an der Gemarkungsgrenze zu Bannerod an der Lüder stand. Über den 1778 geborenen Johann Jakob Klein und den 1803 geborenen Johann Heinrich Klein wurde die Heckenmühle drei Generationen lang innerhalb der Familie vererbt und wäre vielleicht auch noch länger in deren Besitz geblieben. 1837 starb jedoch der Müller Johann Heinrich Klein im Alter von erst 33 Jahren. Seine Witwe Anna Maria Klein geb. Löffler, die erste Ehefrau Anna Katharina Klein geb. Meinhardt war schon 1832 gerade 28jährig gestorben, heiratete 1839 einen Sebastian Schmalbach aus dem benachbarten Bannerod. Dieser beanspruchte die Mühle für seinen Sohn Johann Heinrich Schmalbach. Die Heckenmühle blieb bis dann noch für fast 45 Jahre im Besitz der Müllerfamilie Schmalbach, bevor 1876 ein Karl Greb aus Bannerod einheiratete. 1881 ist die Mühle von der Gemeinde Crainfeld erworben und abgebrochen worden. Die Besitzerfamilie Greb zog nach Crainfeld, wo ihre Nachfahren bis heute leben. Von der Heckenmühle blieb der Mühlgraben noch bis vor einigen Jahren erhalten, heute findet sich im Gelände keine Spuren mehr von diesem Anwesen.

Aus der ersten Ehe des Heckenmüllers Johann Heinrich Klein entstammte auch der 1827 geborene Sohn Johannes, der nun nicht mehr im Elternhaus bleiben konnte. 1857 heiratete er eine Marie Henriette Franz aus dem Crainfelder "Hofmanns" Haus. Bereits im Jahr 1855 hatte er ein Anwesen in Bermuthshain an der Hauptstraße erwerben können, das in den vorausgegangenen Jahren schon viermal den Besitzer gewechselt hatte. Aufgrund seiner Herkunft aus der Heckenmühle benannten die Bermuthshainer das Haus und seine Besitzer fortan und bis heute mit dem Hausnamen "Heckemellersch". Schon Johannes Klein I. übte das für die Familie in Bermuthshain charakteristische Handwerk aus, nämlich die Wagnerei. Sein gleichnamiger Sohn Johannes Klein II. (geb. 1857) folgte ihm denn auch im Beruf, jedoch nicht im "Heckemellersch" Haus. Dieses ging 1886 durch Einheirat vielmehr an den Tagelöhner Johannes Luft aus Bermuthshain.

Johannes Klein II. heiratete 1884 eine Tochter des bereits verstorbenen Schuhmachers Georg Schmidt im "Weidels" Haus. Dort führte er ab 1893 seine Wagnerei mit Gehilfen weiter, die sein Sohn Johannes Klein III. (geb. 1891) nach der Heirat mit Katharina Jockel aus "Petersch" in Bermuthshain 1919 übernahm. Der Betrieb war die bedeutendste Wagnerei in Bermuthshain vor dem Zweiten Weltkrieg und verfügte über eine zweistöckige Wagnerwerkstatt, die fast die Hälfte des "Weidels" Hauses in Anspruch nahm. Der erste Sohn der Eheleute, der 1922 geborene Ernst Karl Klein, starb jedoch im Alter von kaum zwei Jahren. So erlernte der 1926 geborene Heinrich Klein den Wagnerberuf, musste den Betrieb jedoch 1953 aufgeben, da sich die wirtschaftlichen Aussichten für das Gewerbe drastisch verschlechtert hatten. Der Sohn Reinhard Klein bewohnt heute mit Familie das "Weidels" Haus.

 

Stammbaum Klein

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