Leinberger

 

Die "alten" Bermuthshainer Leinberger waren nicht mit den jetzigen Trägern dieses Namens im Ort verwandt. Ihr Stammvater war der Ackermann Johannes Leinberger I., der 1791 im benachbarten Hartmannshain geboren wurde und 1817 eine Frau aus dem Bermuthshainer "Schloarschmidts" Haus heiratete. Anschließend bezog er ein heute nicht mehr existierendes Anwesen auf der heutigen Wiesenfläche zwischen Grundweg, Untergasse und Ober-Mooser Straße, das an einem ebenfalls nicht mehr vorhandenen Weg lag. Durch den Vornamen des Ehemanns und das Stammhaus der Ehefrau entstand der Bermuthshainer Hausname "Schloarschmidtshannerjes". Er "wanderte" 1844 in das heutige noch so genannte Anwesen an der Hauptstraße, als nämlich der jüngste Sohn, der 1822 geborene Heinrich Leinberger I., dieses kaufte. Ihm folgte nach seiner Heirat mit Katharina Prächter aus dem Crainfelder "Hambaste" Haus 1878 der Sohn Sebastian Leinberger I., der jedoch schon weniger als ein Jahr nach der Hochzeit ohne Nachkommen plötzlich starb. Die Ehefrau Katharina Leinberger geb. Prächter kehrte daraufhin wieder in ihr Grebenhainer Elternhaus "Hambaste" zurück. Um die Hofnachfolge zu sichern, bewog Heinrich Leinberger I. seinen Schwager Heinrich Bopp III. mit dessen Ehefrau Anna Maria Bopp geb. Leinberger aus dem benachbarten Gasthaus "Zum Hessischen Hof" in das "Schloarschmidtshannerjes" Haus zu ziehen. Doch auch aus dieser Ehe gingen keine weiteren Kinder hervor. Das "Schloarschmidtshannerjes" Haus ging schließlich 1920 in den Besitz von Heinrich Deuchert über, während der "Hessische Hof" zunächst in die Pacht und 1889 in den Besitz des jüdischen Spezereihändlers Alexander Lind aus Crainfeld überging und seither den Hausnamen "Sandersch" führte.

Der älteste Sohn des Johannes Leinberger I. war der 1817 geborene Johannes Leinberger II., der 1845 im "Stirskloase" Haus in Bermuthshain einheiratete, das seinem um 1835 abgebrochenen Elternhaus unmittelbar benachbart war. 1870/71 nahm sein Sohn Sebastian Leinberger II. als Soldat am Deutsch-Französischen Krieg teil und starb 1933 als letzter Veteran dieses Krieges. Sein Enkel war der 1976 gestorbene Heinrich Leinberger III., mit dem das Geschlecht der Leinberger in Bermuthshain im Mannesstamm ausstarb.

 

Stammbaum Leinberger

zum vergrößern anklicken!

(Größe 56,8 KB)

 

zur Übersicht