Löffler

 

Der Familienname Löffler tauchte in Bermuthshain zuerst 1664 auf. Ein Velten Leffler (Löffler) aus Grebenhain heiratete damals in die Bermuthshainer Familie Bopp ein. Unter seinen Nachfahren wurden die Löffler zu einem weitverzweigten Bermuthshainer Geschlecht. Einer seiner Ururenkel war Johann Michael Löffler (gest. 1807), der Erbauer des "Grundhannerjes" Hauses. Er war aber auch zugleich der letzte männliche Nachfahre des Velten Löffler.

In Bermuthshain wurde 1823 das Gasthaus "Zum weißen Roß" von dem aus Crainfeld stammenden Heinrich Heil I. gegründet, nach dem dieses Anwesen bis heute den Hausnamen "Heils" trägt. Unter dem gleichen Hausnamen ist in Grebenhain bis heute auch das ehemalige Gasthaus "Zum Darmstädter Hof" bekannt, welches von Heinrich Heils I. Sohn Andreas Heil gegründet worden ist. Die Bermuthshainer Gastwirtschaft "Zum Weißen Roß" vermachte er stattdessen seiner Tochter aus zweiter Ehe, Katharina Heil, und ihrem Ehemann Georg Adam Löffler aus Radmühl. Die Ehe der beiden wurde 1847 geschlossen.

Andreas Löffler (geb. 1848), der älteste Sohn der beiden Eheleute, war der einzige Kriegstote aus Bermuthshain im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Er gehörte zum 2. großherzoglich-hessischen Infanterieregiment der 8. Kompanie und wurde in der Schlacht von Vionville bei Metz am 16.8.1870 schwer verwundet. Am 10.9.1870 erlag er im Lazarett in Gießen seinen Verletzungen. Da sein jüngerer Bruder Heinrich (geb. 1850) noch unverheiratet war, übernahm vorerst Heinrich Heil II., ein Schwager von Georg Adam Löffler aus Grebenhain, das "weiße Roß".

1883 heiratete Heinrich Löffler I. Anna Margaretha Bopp aus Bermuthshain. Aus der Ehe gingen drei Töchter und zwei Söhne hervor. Der jüngere, Heinrich Löffler II., baute 1911 das letzte Haus von Bermuthshain am Ortsrand in der Bahnhofsstraße, welches von den Bermuthshainern anfänglich ebenfalls "Heils" genannt wurde. Leider fiel er bereits 1915 im Ersten Weltkrieg, ein Schicksal, das tragischerweise auch seinen einzigen Sohn Otto Löffler dreißig Jahre später treffen sollte. Nach Heirat der Witwe Katharina Löffler geb. Haas mit Wilhelm Kaufmann aus Hartmannshain wurde aus dem oberen "Heils" Haus das Haus "Kaufmanns".

Johannes Löffler (geb. 1884), der ältere Sohn von Heinrich Löffler I., übernahm zunächst das elterliche Gasthaus. Es wurde während seiner Abwesenheit im Ersten Weltkrieg dann aber 1916 geschlossen und nicht wieder eröffnet. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Johannes Löffler am 19.3.1945 bei einem Tieffliegerangriff auf einen Zug bei Crainfeld getötet. Sein Sohn Heinrich Löffler (gest. 1993), von 1964 bis 1970 Geschäftsführer der Spar- und Darlehenskasse Bermuthshain, war der letzte Träger des Familiennamens Löffler in Bermuthshain.

 

Stammbaum Löffler

("Heils" Stamm)

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