Ortstadt

 

Kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges, im Jahr 1920, verkaufte die Gemeinde Bermuthshain das bisherige Gemeinde-Armenhaus, ein kleines einstöckiges Fachwerkgebäude nahe dem "alten Weg" am südwestlichen Ortsrand. Erworben wurde es von dem Arbeiter Karl Ortstadt, der 1866 in Hörgenau im nördlichen hohen Vogelsberg geboren war, aber mit Barbara Luise Franz aus Bermuthshain verheiratet war. Nach deren Tod trat er 1926 mit Anna Lankes aus Siegelsdorf bei Würzburg in eine zweite Ehe. Karl Ortstadts gleichnamiger ältester Sohn, beschäftigt im Straßenbau, kam 1938 bei einem Verkehrsunfall bei Ober-Wegfurth im Schlitzerland auf tragische Weise ums Leben. Der 1917 geborene Otto Ortstadt wurde 1944 bei einem britischen Luftangriff auf Fulda, wo er arbeitete, getötet.

Heute bewohnen Franz Schöbella und Greta Schöbella geb. Ortstadt das nach Karl Ortstadt benannte "Ortstadts" Haus, dessen Namensgeber Karl Ortstadt 1964 starb. Der jüngste Sohn Gustav Ortstadt wohnt in Grebenhain.

 

Stammbaum Ortstadt

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