Schlotthauer

 

Erst seit etwa 110 Jahren gibt es in Bermuthshain den Familienamen Schlotthauer, der seinen Ursprung im nahe gelegenen Volkartshain hat. Im Jahr 1894 heiratete der 22jährige Waldarbeiter Heinrich Schlotthauer I. aus Volkartshain die gleichaltrige Anna Pröscher aus dem Bermuthshainer "Weidels" Haus. Ein eigenes Wohnhaus ließ jedoch noch zehn Jahre lang auf sich warten. Im Jahr 1904 stand dann die große Hofreite "Henkelkammbalzersch" an der Ober-Mooser Straße zum Verkauf. Das Haus und der größte Teil des Grasgartens wurden von dem Bermuthshainer Maurermeister Jakob Lind I. erworben und die Hofreite fortan "Säuhennerjes" genannt. Eine kleine Ecke des Grasgartens hinter dem Haus mit einem darauf stehenden Ställchen kaufte jedoch Heinrich Schlotthauer I. und errichtete dort sein eigenes einstöckiges Wohnhaus mit Scheune und Stall, das dann 1913 aufgestockt wurde. Nach der Ehefrau Anna Schlotthauer geb. Pröscher erhielt es bald den Hausnamen "Annas", der erst nach dem zweiten Weltkrieg allmählich von der Bezeichnung "Schlotthauersch" verdrängt wurde.

Der potentielle Hauserbe Johannes Schlotthauer fiel 1916 im Ersten Weltkrieg, so dass der zweite Sohn Heinrich Schlotthauer II: zum nächsten Besitzer des Hauses "Annas" wurde. Er heiratete 1922 eine Katharina Möller aus dem Crainfelder Haus "Kühhirts". Heinrich Schlotthauer II. Er war zwischen 1930 und 1945 Sturmführer des SA-Sturms 25/254 Bermuthshain. Sein wiederum gleichnamiger Sohn war Heinrich Schlotthauer III., der zwischen 1972 und 1989 Ortsvorsteher von Bermuthshain war.

Ein Bruder des Heinrich Schlotthauer I. war der 1865 geborene Johannes Schlotthauer aus Volkartshain, ebenfalls Waldarbeiter. Er heiratete 1892 im "Kläsjes" Haus ein. Schwiegersohn wurde 1922 der Arbeiter Johannes Zimmer aus Völzberg.

 

Stammbaum Schlotthauer

 

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