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Brieftaubenverein "Sturmvogel" Oberland-Bermuthshain e. V. |
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Unter den vielen ortsansässigen Vereinen ist der Brieftaubenverein
"Sturmvogel" Oberland-Bermuthshain eigentlich kein "echter" Bermuthshainer
Verein. Wie der Namenszusatz "Oberland" noch heute aussagt, liegen die
Ursprünge dieses dem Brieftaubensport gewidmeten Vereines eigentlich in der
nur kurzlebigen, 1972 bis 1974 bestehenden, Gemeinde Oberland im heutigen
Main-Kinzig-Kreis, zu der die Ortschaften Lichenroth, Völzberg, Wettges und
Wüstwillenroth gehörten. Der Verein "Sturmvogel" Oberland wurde am 21.11.1973 in Lichenroth durch Kurt Heckroth, Kurt Krägefsky, Emil Hornung, Otfried Köhler, Herbert Heckroth, Friedrich Köhler, Karlfred Schleich, Thomas Eckhardt und Thea Alt gegründet. Von den neun Gründungsmitgliedern stammte nur Otfried Köhler aus Bermuthshain. Am 11.12.1973 wurde der Verein beim Verband Deutscher Brieftaubenzüchter unter der Vereinsnummer (für die Ringkennzeichnung der Tauben notwendig) 01304 registriert. 1. Vorsitzender wurde Kurt Heckroth aus Birstein, 2. Vorsitzender Friedrich Köhler aus Birstein und Geschäftsführer (Rechner) Kurt Krägefsky aus Lichenroth. Die erste Generalversammlung fand am 23.4.1975 statt. Da schon bald weitere aktive Brieftaubenzüchter aus Bermuthshain dem Verein beitraten, wurde das Dorf allmählich und ohne besondere Umstände als eigentlicher Standort des nunmehr "Sturmvogel" Oberland-Bermuthshain genannten Vereins akzeptiert. Am 19.1.1980 wurde Karlfred Schleich aus Wettges zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt, währen Kurt Heckroth anschließend das Amt des 2. Vorsitzenden bekleidete, bis ihn Kurt Krägefsky 1982 ablöste. Einen vollständigen Umbruch an der Spitze des Vereins gab es dann am 18.1.1986. Die beiden Bermuthshainer Erwin Rausch und Otfried Köhler wurden zum 1. und 2. Vorsitzenden gewählt. Zugleich beschlossen die Mitglieder nach längerer Aussprache, der Reisevereinigung Schlüchtern beizutreten, um fortan mit anderen Briefttaubenvereinen die Wettflüge gemeinsam zu organisieren und durchzuführen. 1985 hatte der Verein sechs "reisende", d. h. aktive Mitglieder mit eigenen Taubenschlägen: Kurt Krägefsky (Lichenroth), Dieter Steitz (Bermuthshain), Erwin Rausch (Bermuthshain), Karlfred Schleich (Wettges), Otfried Köhler (Bermuthshain), Emil Hornung (Crainfeld). Die Einsatzstelle für die Brieftauben befindet sich seit 1980 in Künzell. Dorthin werden die Tauben von den Vereinsmitgliedern beringt gebracht und dann per Spezial-LKW ("Kabinenexpress") zum oft mehrere hundert Kilometer entfernten Auflaßort befördert, von wo der Heimflug nach Bermuthshain stattfindet. Seit dem 18.11.1986 steht Dieter Steitz an der Spitze des Brieftaubenvereins "Sturmvogel" Oberland-Bermuthshain, nachdem er in einer außerordentlichen Generalversammlung gewählt worden war. Erwin Rausch übernahm den stellvertretenden Vorsitz, den er ebenfalls bis heute innehat. Seit 1988 ist außerdem Wolfgang Schiller aus Bermuthshain Schriftführer. In diesen Jahren wuchs der Verein außerordentlich schnell. Allein vom 91.1.1988 bis 17.2.1989 erfolgten 23 Neueintritte, so dass der Brieftaubenverein "Sturmvogel" im Frühjahr 1989 insgesamt 40 Mitglieder hatte. Seit 1990 wird der Vorstand stets auf 4 Jahre gewählt. Ab 1989 trug sogar für eineinhalb Jahrzehnte eine Gaststätte in Bermuthshain, im Besitz von Vereinsmitglied Manfred Herrmann, den Namen "Sturmvogel". 1990 wurden 13 Alt- und 5 Jungflüge durchgeführt und jährlich auch Brieftaubenausstellungen besucht. 1994 wurde der Brieftaubenverein "Sturmvogel" in das Vereinsregister eingetragen. Im Jahr 1995 ließ der Verein neue computergesteuerte Konstatieruhren (zur Festhaltung der Ankunftszeiten der Tauben beim Heimatschlag) anschaffen und zahlte 1000 DM pro Züchter für die Zeituhren, die den aktiven Mitgliedern dann leihweise zur Verfügung gestellt wurden. Hierzu gab außerdem die Jagdgenossenschaft Bermuthshain einen Zuschuss. Im gleichen Jahr errang Emil Hornung die Bronzemedaille des Bundesverbandes und Edgar Emmerich die Anwärterschaft auf den Meistertitel der Zeitschrift "Die Brieftaube". Das 25jährige Bestehen feierte der Brieftaubenverein "Sturmvogel" gemeinsam mit der ebenfalls 1973 gegründeten Reservistenkameradschaft in einem Festzelt am Sportplatz. Während die Reservisten eine Ausstellung von Militaria organisiert hatten, demonstrierte der Brieftaubenverein ein Auflassen von rund 120 Brieftauben vom Sportplatz aus. Während der Festtage fanden außerdem eine Disco mit der Gruppe "Megastar", der Kommersabend und ein Platzkonzert statt. In den Jahren 2000 und 2001 spendete man für die Kinderkrebsstation Gießen, 2005 für Opfer der Tsunamikatastrophe im Indischen Ozean. 2001 hatte der Brieftaubenverein "Sturmvogel" 58 Mitglieder, davon 6 aktive. Erstmals wurde in diesem Jahr (und den Folgejahren) auch ein Darttunier ausgerichtet. Wegen der Geflügelpest musste 2003 die Zahl der Flüge reduziert werden, nachdem 2001 bereits ein Ausfall aufgrund der Maul- und Klauenseuche gedroht hatte. Ebenfalls 2003 schaffte der Verein einen Durchlaufkühler an, der gegen geringe Gebühr ausgeliehen werden konnte. Im Flugjahr 2006 gelang es Dieter Steitz und Rainer Erb, von der zweiten in die erste Liga der Reisevereinigung Schlüchtern aufzusteigen. |