Wies

 

Der Herkunftsort der Bermuthshainer Familie Wies ist das benachbarte Ober-Moos. Der Stammvater war der 1832 dort geborene Paul Wies, Sohn des Melchior Wies und der Katharina Wies geb. Förster, die nach dem Tod ihres Mannes in eine zweite Ehe mit einem Heinrich Deuchert trat und 1855 ihre Kinder aus erster Ehe, Andreas Wies, Johannes Wies und Paul Wies ausbezahlte. Im Jahr 1859 heiratete dann Paul Wies eine Anna Katharina Oechler in Bermuthshain und erwarb auf diese Weise das "Annekinne" Haus in der "Vierdern Eck" in Bermuthshain. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor, so dass es bereits in der zweiten Generation zu einer Verzweigung der Familie kam. Die einzige Tochter Katharina heiratete 1886 den späteren Bürgermeister Friedrich Jost ("Stockjes").
 

Die Familie Wies der Linie "Annekinne" vor dem Stammhaus im Jahr 1933. Die linke Person ist ein Auswärtiger. Von links: Otto Wies (Sohn), Katharina Wies geb. Schäg (Mutter), Elise Wies geb. Usinger (sitzend, Großmutter), Friedrich Wies (Vater), Emil Wies (Sohn), Christian Wies (Großvater). Der jüngste Sohn Richard Wies wurde erst 1936 geboren.
 
Der 1864 geborene Christian Wies, von Beruf Landwirt und Butterhändler, erhielt das Elternhaus "Annekinne" und heiratete 1888 Elise Usinger aus Grebenhain ("Hannditze"). Mit ihm begann der "Annekinne"-Stamm der Bermuthshainer Wies. Der 1891 geborene ältere Sohn Karl Wies I. heiratete 1920 die Kriegerwitwe Maria Roth geb. Mohr im "Muhrsch" Haus. Im "Annekinne" Haus blieb der 1896 geborene jüngere Sohn Friedrich Wies und schloss 1922 die Ehe mit Katharina Schäg aus Ober-Moos, aus der drei Söhne hervorgingen. Der älteste Sohn und eigentliche Hoferbe Otto Wies fiel jedoch bereits 1943 im Alter von 20 Jahren im Zweiten Weltkrieg, so dass der mittlere Sohn Emil Wies die Hofreite "Annekinne" erhielt, die dann noch bis 1992 im Besitz der Familie Wies blieb, die dann ein neues Haus an anderer Stelle in Bermuthshain baute. Mit dem jüngeren Sohn Richard Wies schloss sich gewissermaßen der Kreis der Familiengeschichte, als er 1955 im "Daveds" Haus in Ober-Moos einheiratete, also in jenem Nachbardorf von Bermuthshain, aus dem 96 Jahre zuvor der Urgroßvater Paul Wies gekommen war.
 

Die Familie Wies der Linie "Hoase" während des Zweiten Weltkrieges. Stehend von links: Erwin Wies (Sohn), Karl Wies II. (Vater), Maria Wies geb. Blum (Mutter), Hilde Wies (Tochter). Sitzend: Heinrich Wies (Großvater), Elise Wies geb. Weitzel (Großmutter).
 
Der jüngste Sohn von Paul Wies war der 1870 geborene Landwirt Heinrich Wies, der 1895 im "Hoase" Haus in Bermuthshain einheiratete. Seine Ehefrau war Elise Weitzel, Tochter des Schuhmachers Sebastian Weitzel. Mit Heinrich Wies entstand der "Hoase"-Stamm der Bermuthshainer Wies. Der zweitälteste Sohn Heinrich Sebastian Wies, geboren im Jahr 1900, heiratete dann 1922 im "Bensels" Haus ein, während dessen jüngerer Bruder Karl Wies II. im Elternhaus "Hoase" blieb und 1928 Maria Blum aus der Bermuthshainer Schreinerfamilie Blum heiratete. Als nächster Hausbesitzer folgte dort Sohn Erwin Wies. Die Söhne Edmund Wies und Dietmar Wies sind auswärts verheiratet.

Seine größte Ausbreitung mit vier Seitenlinien ("Annekinne"; "Hoase", "Bensels" und "Muhrsch") erreichte der Familienname Wies ab den 1950er Jahren. Die letztgenannte Seitenlinie ist die jüngste. Im Jahr 1950 heiratete Helmut Wies ("Bensels") im "Muhrsch" Haus ein, also der selben Hofreite, in der bereits fast drei Jahrzehnte zuvor Karl Wies I. aus der "Annekinne"-Linie eingeheiratet war.

 

Stammbaum Wies

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